Sozialwissenschaftler*in Berichterstattungsstelle geschlechtsspezifische Gewalt
Über diese Stelle
Das Deutsche Institut für Menschenrechte ist die unabhängige Nationale
Menschenrechtsinstitution Deutschlands (§ 1 DIMR-Gesetz). Es ist gemäß den
Pariser Prinzipien der Vereinten Nationen akkreditiert (A-Status). Zu den
Aufgaben des Instituts gehören Politikberatung, Menschenrechtsbildung,
Information und Dokumentation, anwendungsorientierte Forschung zu
menschenrechtlichen Themen sowie die Zusammenarbeit mit internationalen
Organisationen. Es wird vom Deutschen Bundestag finanziert. Das Institut ist
zudem mit dem Monitoring der Umsetzung von UN-Behindertenrechtskonvention und
UN-Kinderrechtskonvention sowie der Berichterstattung zu den Konventionen des
Europarats zu Menschenhandel und zu Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt
betraut worden. Hierfür hat es entsprechende Monitoring- und
Berichterstattungsstellen eingerichtet.
Die ausgeschriebene Stelle ist in der Berichterstattungsstelle
geschlechtsspezifische Gewalt verortet. Die Berichterstattungsstelle hat die
Aufgabe, den Stand der Umsetzung der Istanbul Konvention des Europarats zur
sowie der EU-Richtlinie gegen Gewalt an Frauen in Deutschland kontinuierlich
und unabhängig zu beobachten, Trends und Entwicklungen im Bereich Gewalt gegen
Frauen aufzuzeigen sowie Bericht zu erstatten. Abteilungsübergreifend wird die
Stelle bei der Berichterstattungsstelle Menschenhandel bei ausgewählten
Aufgaben unterstützen.
Die Berichterstattungsstellen stellen den Behörden auf Bundes- und
Landesebene sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen und
Beratungsstrukturen aufbereitete Daten und Erkenntnisse zur Verfügung und
formulieren praxisrelevante Handlungsempfehlungen. Sie geben Monitore über
Umfang und Ausmaß der beiden Phänomene in Deutschland heraus. Dafür nutzen
beide Berichterstattungsstellen eine zu diesem Zweck konzipierte und
programmierte Datenbank, in der Daten der 16 Bundesländer zusammengeführt
werden.
Zur Mitarbeit in der Berichterstattungsstelle geschlechtsspezifische Gewalt
sucht das Institut zum 16.11.2026 eine*n sozialwissenschaftliche*n
Mitarbeiter*in.
Die Stelle ist eine Vollzeitstelle mit 39 Wochenstunden, ist allerdings auch
in Teilzeit möglich. Sie wird entsprechend Entgeltgruppe 13 TVöD (Bund)
vergütet und ist bis zum 31.10.2030 befristet. Die Stellenbesetzung erfolgt
unter dem Vorbehalt der Zusage des Zuwendungsgebers.
Dienstort ist Berlin.
Menschenrechtsarbeit braucht vielfältige Perspektiven. Wir begrüßen daher
Bewerbungen von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen, insbesondere von
Menschen mit Behinderungen und Menschen, die sich als Sinti*zze, Rom*nja,
Schwarze Menschen, Person of Color, jüdisch, muslimisch oder Geflüchtete
bezeichnen, sowie von trans oder intergeschlechtlichen Personen und
Hochschulabsolvent*innen der ersten Generation.
Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor jeglicher Form der Ausbeutung und
Gewalt ist für das Deutsche Institut für Menschenrechte eine zentrale Aufgabe
und ein zentrales Anliegen. Das Institut hat sich daher eine
Kinderschutz-Richtlinie für die eigene Arbeit gegeben und setzt die
Bereitschaft, sich dem Verhaltenskodex dieser Richtlinie zu verpflichten,
voraus.
Ihre Aufgaben:
- Mitwirkung bei der Erarbeitung des Monitors Gewalt gegen Frauen und bei
ausgewählten Aufgaben beim Monitor Menschenhandel in Deutschland sowie weiteren
Publikationen
- Qualitätssicherung und Pflege der Datenbank beider
Berichterstattungsstellen, Steuerung des externen Dienstleisters
- Weiterentwicklung des Datenmodells
- Weiterentwicklung von Erhebungsinstrumenten und Indikatoren
- Koordinierung von Datenabfragen, Kommunikation mit Datenhaltern, zum
Beispiel in Workshops
- Bewertung, Qualitätssicherung und Vereinheitlichung quantitativer Daten
- Auswertung quantitativer Daten (überwiegend deskriptive Statistik)
- Konzeption und Erstellen aussagekräftiger Abbildungen
- Mitarbeit an wissenschaftlichen Studien und anderen Publikationen, zum
Beispiel Konzeption des Forschungsdesigns, Literaturrecherche, Erstellen des
Forschungsstands, Zusammenführen von Erkenntnissen aus quantitativen und
qualitativen Studien, Erstellen wissenschaftlicher Texte
Ihr Profil:
Sie sind Sozialwissenschaftler*in und verfügen über
- einen sozialwissenschaftlichen Hochschulabschluss oder Hochschulabschluss
in einer vergleichbaren Disziplin
- fundierte Erfahrung mit der Konzeption und (Weiter-)Entwicklung von
Datenbanken, entsprechende Programmierkenntnisse
- Anwendungsbezogene Kenntnisse der Statistik sowie mindestens einer
Statistiksoftware, zum Beispiel R oder R+
- Erfahrung mit der (Weiter-)Entwicklung von und Arbeit mit
Monitoring-Systemen, Erfahrung mit der Entwicklung von Indikatoren
- Erfahrung in der Planung und Umsetzung sozialwissenschaftlicher Erhebungen
und Analysen
- Erfahrung mit interdisziplinärer Zusammenarbeit und Kommunikation
Wünschenswert sind:
- Kenntnisse im Themenfeld geschlechtsspezifische Gewalt oder anderen
menschenrechtlichen Themen
- Erfahrung im Menschenrechts-Monitoring beziehungsweise in der Überprüfung
menschenrechtlicher Standards
- Kenntnisse im Projektmanagement
- Erfahrungen mit dem Erstellen anwendungsbezogener wissenschaftlicher Texte
- Erfahrungen mit der Vermittlung und Weitergabe von Wissen und Fähigkeiten
Wir bieten:
Eine abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Position in einem
interdisziplinären, hochmotivierten Team, in dem eine wertschätzende
Zusammenarbeit auf Augenhöhe gelebt wird.
Durch eine flexible Arbeitszeitgestaltung und die Möglichkeit mobiler Arbeit
ermöglichen wir eine gute Balance zwischen Berufs- und Privatleben. Wir bieten
auch Unterstützung bei technischen Hilfsmitteln und sonstigen individuellen
Bedarfen. Das Institut unterstützt nachhaltige Mobilität durch einen Zuschuss
zum Deutschlandticket Job. Das Institut bezuschusst zudem die betriebliche
Altersvorsorge (VBLU) sowie vermögenswirksame Leistungen. Unsere Mitarbeitenden
können die Vorteile einer Mitgliedschaft im Sozialwerk Bund und der
Wohnungsfürsorge des Bundes nutzen.
Die Tätigkeit wird bei Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen entsprechend
Entgeltgruppe 13 TVöD (Bund) vergütet.
Kontakt:
Wir führen ein halb-anonymisiertes Bewerbungsverfahrendurch. Zur Bewerbung
nutzen Sie bitteausschließlich unser Onlinebewerbungsformularund füllen die
dort hinterlegten Bewerbungsunterlagen aus. Bitte schicken Sie unsweder
Lebenslauf noch Anschreiben oder Foto. Bewerbungen, die per E-Mail eingehen,
werden im Verfahren nicht berücksichtigt und gelöscht. Wenn wir Ihre
vollständigen Unterlagen benötigen, werden wir Sie kontaktieren. Barrierefreie
Bewerbungsformate stellen wir Ihnen gern zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie
dafürFrau Sina Kahlmeier, kahlmeier(at)institut-fuer-menschenrechte.deoder Tel.:
030 – 25935926
Die Bewerbungsfrist endet am 30.09.2026 um 23:59 Uhr.
Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich in der 42. Kalenderwoche in
Präsenz statt. Der genaue Termin wird mit der Einladung bekannt gegeben.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
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Häufige Fragen
Welches Gehalt kann ich erwarten?
Der Arbeitgeber gibt 55 545 – 79 625 € für diese Rolle bei Deutsches Institut für Menschenrechte in Berlin an. Zum Vergleich liegt der lokale Median bei etwa 45 181 € auf Basis von 46 ähnlichen Angeboten.
Wie bewerbe ich mich?
Öffnen Sie die Originalseite der Quelle und kontaktieren Sie dort den Arbeitgeber. Finder verlangt von Bewerbern kein Geld.
Sind diese Stellen aktuell?
Ja. Finder aktualisiert regelmäßig Stellen aus öffentlichen Quellen und entfernt geschlossene Angebote.
Wo sehe ich Anstellungsart und Arbeitsformat?
Die wichtigsten Bedingungen stehen über der Beschreibung. Sie können auch verwandte Listen zu Deutsches Institut für Menschenrechte und Berlin öffnen.